Markisoletten
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Markisoletten

Markisoletten sind eine besondere Form der Markisen. Sie werden häufig als Alternative zu Außenrollos bei der Beschattung von öffentlichen bzw. gewerblich genutzten Gebäuden verwendet. Aber auch für private Arbeitsräume werden sie immer beliebter. Bei der Markisolette handelt es sich um eine Kombination aus Außenrollo und ausstellbarer Markise.

Funktion und Bedienung
Der Markisenstoff wird zunächst analog zu einem Rollo abgerollt und schwenkt ab einem bestimmten Umlenkpunkt wie eine herkömmliche Markise waagerecht nach außen. Durch diese Vorrichtung wird ein effektiver Sonnenschutz auch bei steil stehender Sonne erreicht, ohne dass der Durchblick durch die Fenster eingeschränkt wird. Markisoletten lassen sich auch nachträglich montieren und bieten in Kombination mit einer Elektromotorsteuerung einen großen Bedienungskomfort.

Die Markisenarme werden seitlich mit Rollengleitern in Aluminiumschienen geführt. Bei komplett ausgefahrenem Zustand schließt die Markisolette das Fenster weitgehend ab. Es bleibt ein schmaler Spalt zur Belüftung. An jeder Markisolette lässt sich variabel ein Anschlagpunkt festlegen, ab dem der Ausstellschlitten mit seiner vertikalen Bewegung beginnt. Die Ausstellkraft wird dabei direkt am Armdrehpunkt über eine Torsionsfeder geliefert. Je nach System sind Ausstellwinkel bis zu 155 Grad möglich. In ausgestelltem Zustand sind die Markisoletten windempfindlich und werden deshalb zusätzlich mit einer Hochschlagsicherung arretiert. An besonders windempfindlichen Fassaden kann die Torsionsfeder auch durch eine stabilere Gasdruckfeder ersetzt werden. Hiermit wird eine Windstabilität bis zu einer Windgeschwindigkeit von 60 Km/h erreicht.

Die gängigen Markisolettengrößen reichen bis zu einer Breite von 300 cm und einer Höhe von 250 cm. Zur besseren Bedienung werden häufig 2 oder 3 Markisoletten einer Fassade mit jeweils identischer Einsstellung gekoppelt. Die Bedienung erfolgt üblicherweise über einen Schnur- oder Gurtzug oder einen Kurbelmechanismus. Natürlich kann die Kurbel auch durch einen Elektromotor ersetzt werden. In Kombination mit Licht-, Wind- und Regensensoren lassen sich so selbst große Fenster immer auf die optimale Beschattung einstellen. Gerade für Büroräume wird so jederzeit ein optimaler Blendschutz geboten, ohne dass per Hand nachjustiert werden muss.

Unterschiedliche Formen
Die Markisoletten unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Stoffbespannung, sondern auch in den Kastensystemen zur Aufnahme der aufgerollten Elemente. Welche Art von Kasten gewählt wird, hängt von den Platzverhältnissen und den architektonischen Vorgaben ab. Zur Anwendung kommen sowohl Rundhülsenkästen, Halbrundkästen und komplette Kastenformen. Auch hier sollte nicht bei der Anschaffung gespart werden. Wichtig ist, dass die Kästen den aufgerollten Markisoletten ausreichenden Witterungsschutz gewährleisten und so für eine Langlebigkeit sorgen.