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20.10.08

Richtiger Sonnenschutz im Winterurlaub

Viele Verbraucher, die im Winterurlaub in den Süden oder zum Ski fahren in die Berge reisen, machen sich nur wenige Gedanken über geeignete Sonnenschutz Maßnahmen für Haut und Augen. Meist beiläufig werden Sonnencreme und Sonnenbrille mit eingepackt, oder auch nicht.

Zum einen wird immer noch die Wichtigkeit einer wirksamen Sonnencreme unterschätzt, trotz Horrormeldungen über steigende Hautkrebsraten. Auch wer nicht die hellste Haut hat, sollte eine Creme mit niedrigem Schutzfaktor im Regal stehen lassen. Sonnenschutz Faktoren von mindesten 20 - 30 gelten schon als Maß der Dinge und das hat gute Gründe. Denn die Aggressivität der UV Strahlung ist in den letzten 20 Jahren enorm angestiegen. Ebenfalls stark unterschätz wird, dass die UV Belastung am Meer und in den Bergen extrem ansteigt. Die Sonnenstrahlen werden am Strand durch Wasser und Sand zusätzlich reflektiert, mal ganz abgesehen davon, dass die Haut nicht mehr durch Kleidung geschützt ist. In den Bergen wird die Sonnenstrahlung durch den Schnee intensiviert, der ebenfalls reflektierend wirkt. Außerdem steigt die UV Strahlen Belastung, umso höher man sich auf dem Berg befindet.

Auch beim Ski Winterurlaub sind Sonnenschutz Mittel mit hohem Faktor absolute Pflicht. Zudem sollte jeder Verbraucher beim Kauf der Sonnenschutzcreme auf das neue EU-Standard Siegel achten, nachdem der UV-Schutz für UVB und UVA Strahlen wirksam sein muss. Übrigens muss ein gute Sonnencreme mit neuem EU-Standard nicht teuer sein. Insbesondere die hauseigenen Marken einiger Drogeriemärkte schneiden bei Test Ergebnissen regelmäßig gut ab.

Ein weit verbreiteter Irrtum bei der Anwendung der Sonnenschutzcreme hält sich äußerst hartnäckig: Ein höherer Sonnenschutz Faktor bedeutet, dass man nicht mehr so braun wird. Dieses Gerücht ist wohl einer der Hauptgründe warum der Anblick leuchtend roter Körper am Strand heute noch so real ist wie vor 20 Jahren. Allen Warnungen zum Trotz wird bereits tief rote Haut weiter in der Sonne "geprügelt". Ganz nach dem Motto was Rot ist verwandelt sich später wie ein Schmetterling in wunderschönes Braun. Auch das angeblich so tiefbräunende Sonnenöl ohne Schutzfaktor hat an seiner Faszination offensichtlich nichts verloren. Wer jemals den Bräunungseffekt von niedrigem und hohen UV Schutzfaktor in punkto Intensität und Nachhaltigkeit kritisch verglichen hat, weiß dass der "bräunungsraubende hohe Schutzfaktor" nichts mit der Realität zu tun hat. Unser Tipp für Urlauber: Vor der Reise die Haut möglichst schonend auf der Sonnenbank vorbräunen. Dann steht man im Urlaub nicht so unter "Druck" schnell braun zu werden. Zwar sind Sonnenbänke auch nicht gerade als gesundheitsförderlich für die Haut bekannt. Wer es aber schonend angeht, fährt auf jeden Fall besser, als die Bräune in Windeseile am Strand zu erzwingen. Hier darf man aber nicht den Fehler machen, sich gut geschützt durch die Sonnenbank Bräune zu fühlen, der Sonnenschutz muss genauso beachtet werden wie ungebräunt. Faustregel für Sonnenbankbesuche: Etwa 10 Tage vor dem Urlaub erstmalig bräunen und dann im Abstand von je 2-3 Tagen wiederholen, so dass man sich 3-4 mal vorgebräunt hat. Dabei reichen maximal 15 Min. auf einer leichten bis mittel starken Bank. Von den Powerbanken ist eher abzuraten. Auch auf Sonnenbänken kann man sich verbrennen. Seriöse Solarium Betriebe werden einen hier genau beraten.

Der Sonnenschutz für die Augen ist im Winterurlaub nicht minder wichtig als der unserer Haut. Viele glauben nach wie vor, dass eine dunkle Sonnenbrille auch einen guten Sonnenschutz der Augen bedeutet. Was aber absolut falsch ist. Bei einer schlechten Sonnenbrille kann dies sogar zu ernsthaften Augenschäden führen, denn eine besonders dunkle Brille verleitet dazu, noch tiefer mit offenen Augen in die Sonnen zu sehen. Es gibt viele Möglichkeiten Geld zu sparen, aber bitte nicht bei der Sonnenbrille. Optiker Fachgeschäfte halten bezahlbare Sonnenbrillen mit sehr guter UV Filterung bereit. Einige Marken Sonnenbrillen sind besonders bekannt für Ihre hervorragenden Sonnenschutz Werte. Die 5,- Euro Brillen aus der 50 Cent Bude sollte man lieber liegen lassen. Der 100% UV Schutz Aufkleber selbst auf den billigsten Brillchen ist in etwa so glaubwürdig wie die Aussage "Der Benzinpreis bleibt stabil". Welcher Verbraucher lässt schon wissenschaftlich überprüfen ob seine Brille wirklich 100% UV Sonnenschutz hat? Selbst wenn, will man dann den Straßenhändler wegen Falschaussage verklagen?

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