Sonnenschirme
Sonnenschirme werden mit unterschiedlichen Standsystemen und Größen als Sonnenschutz eingesetzt. Je nach Bauart und Material bieten sie auch einen guten Regenschutz. Gegenüber anderen Sonnenschutz Techniken wie Markisen oder Sonnensegel bieten die Sonnenschirme den Vorteil der Mobilität. Sie lassen sich leicht auf- und abbauen und zudem über Dreh- und Kippmechanismen dem Lauf der Sonne anpassen.
Formen und Materialien
Beim klassischen Terrassen- oder Gartensonnenschirm unterscheidet man 2 Formen: den Mittelmastschirm und den Ampel- oder Seitenarmschirm. Während beim Mittelmastschirm der Mast zentral unter dem Sonnenschirm ruht, bleibt die Fläche unter dem Ampelschirm komplett frei. Der Mast selbst wird mit unterschiedlichen Materialien und mit verschiedenen Antrieben geliefert. Sonnenschirme mit Mittelmastschirmen gibt es mit Masten aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder verzinkten Stahlrohren.
Einfache Kunststoff- oder Holzschirme werden i.d.R. mit einem manuellen Schiebemechanismus verkauft. Durch das nach oben Schieben einer zentralen Rundhalterung, an der alle Strebenprofile angebracht sind, öffnet sich der Sonnenschirm. In einigen Fällen sind diese preiswerten Schirme auch mit einer Seilzugmechanik versehen.
Wer auf Langlebigkeit und Windstabilität Wert legt, sollte Konstruktionen aus Aluminium oder Stahl wählen. Diese teureren und aufwendiger gearbeiteten Sonnenschirme werden über den Kurbelmechanismus einer Hubspindel bedient und lassen sich auch bei größeren Durchmessern leicht öffnen und schließen. Die Handkurbeln sind leichtgängig und bleiben dank einer Selbsthemmung in jeder Spannstellung stehen, ohne dass der Schirm von selbst wieder zusammenklappt. Durch ein integriertes Teleskopsystem werden die Schirme beim Schließen automatisch angehoben, so dass sie auch in geschlossenem Zustand noch mit der Unterkante über eventuell vorhandenen Balkon- oder Terrassen Tischen schließen.
Hochwertige Schirme zeichnen sich dadurch aus, dass die Bespannung leicht zur Reinigung abgenommen werden kann und dass einzelne Streben bei Defekten ausgewechselt werden können, ohne dass gleich ein neuer Schirm angeschafft werden muss. Diese auch als Marktschirme bezeichneten Exemplare werden in Größen bis zu 5 m Durchmesser angeboten und bieten mit ihrer imprägnierten Stoffbespannung auch einen guten Regenschutz. Ähnlich wie Markisenstoffe sind die Schirmstoffe witterungsresistent und zeichnen sich durch sehr gute Trocknungseigenschaften aus.
Das Halterungssystem
Der beste Schirm ist unbrauchbar, wenn er über kein stabiles Halterungssystem verfügt. Auch hier unterscheiden sich die billigeren Kunststoff- und Holzschirme von der Metallvariante. Brauchbar, aber dennoch windanfällig, sind Ständerfüße aus Kunststoff, die mit Wasser oder Sand aufgefüllt werden müssen. Bewährt haben sich auch bei großen Sonnenschirmen Fußkonstruktionen aus massiven Metallprofilen, die mit Steinplatten beschwert werden. Wer auf störende Füße und Mittelmasten verzichten will, sollte einen Ampel- oder Seitenarmschirm wählen. Hier bleibt die Fläche unter dem Schirm komplett zur Nutzung frei. Der Mast befindet sich seitlich am Schirm und ermöglicht Bewegungsfreiheit bei vollem Sonnenschutz. Ampelschirme lassen sich in verschiedene Neigungswinkel verstellen und sind so noch flexibler einsetzbar als Mittelmastschirme. Aufgrund ihrer Konstruktion kommen sie aber nicht an die Stabilität der Mittelmastschirme heran. Vom Durchmesser her sind die Ampelschirme kleiner und ermöglichen die Beschattung von Flächen mit einer Größe von max. 3 x 3 m.


